Empedokles


Das Leben suchst du, suchst, und es quillt und glänzt

   Ein göttlich Feuer tief aus der Erde dir,

      Und du in schauderndem Verlangen

         Wirfst dich hinab, in des Aetna Flammen.

 

So schmelzt' im Weine Perlen der Übermut

   Der Königin; und mochte sie doch! hättst du

      Nur deinen Reichtum nicht, o Dichter,

         Hin in den gärenden Kelch geopfert!

 

Doch heilig bist du mir, wie der Erde Macht,

   Die dich hinwegnahm, kühner Getöteter!

      Und folgen möcht' ich in die Tiefe,

         Hielte die Liebe mich nicht, dem Helden.


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Seite zuletzt aktualisiert: 12.06.2005 
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