An die Ehre


Einst war ich ruhig, schlummerte sorgenfrei

   Am stillen Moosquell, träumte von Stellas Kuß -

      Da riefst du, daß der Waldstrom stille

         Stand und erbebte, vom Eichenwipfel -

 

Auf sprang ich, fühlte taumelnd die Zauberkraft,

   Hin flog mein Atem, wo sie den Lieblingen

      Die schweißbetraufte Stirn im Haine

         Kühlend, die Eich und die Palme spendet.

 

Umdonnert, Meereswogen, die einsame

   Gewagte Bahn! euch höhnet mein kühnes Herz,

      Ertürmt euch, Felsen, ihr ermüdet

         Nie den geflügelten Fuß des Sängers.

 

So rief ich - stürzt' im Zauber des Aufrufs hin -

   Doch ha! der Täuschung - wenige Schritte sinds!

      Bemerkbar kaum! und Hohn der Spötter,

         Freude der Feigen umzischt den Armen.

 

Ach! schlummert' ich am murmelnden Moosquell noch,

   Ach! träumt' ich noch von Stellas Umarmungen.

      Doch nein! bei Mana nein! auch Streben

         Ziert, auch der Schwächeren Schweiß ist edel.



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Seite zuletzt aktualisiert: 11.06.2005