Aus einem April


     Wieder duftet der Wald.

     Es heben die schwebenden Lerchen

mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;

zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war, -

     aber nach langen, regnenden Nachmittagen

         kommen die goldübersonnten 

  neueren Stunden,

vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten

  alle die wunden

Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.

 

Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser

über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.

Alle Geräusche ducken sich ganz

in die glänzenden Knospen der Reiser.

 


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Seite zuletzt aktualisiert: 10.06.2005 
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