Ritter


Reitet der Ritter in schwarzem Stahl

hinaus in die rauschende Welt.

Und draußen ist Alles: der Tag und das Tal

und der Freund und der Feind und das Mahl im Saal

und der Mai und die Maid und der Wald und der Gral,

und Gott ist selber vieltausendmal

an alle Straßen gestellt.

 

Doch in dem Panzer des Ritters drinnen,

hinter den finstersten Ringen,

hockt der Tod und muß sinnen und sinnen:

Wann wird die Klinge springen

über die Eisenhecke,

die fremde befreiende Klinge,

die mich aus meinem Verstecke

holt, drin ich so viele

gebückte Tage verbringe, -

daß ich mich endlich strecke

und spiele

und singe.


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Seite zuletzt aktualisiert: 10.06.2005 
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