Der Wanderer


2. Fassung

 

Immer lehnt am Hügel die weiße Nacht,

Wo in Silbertönen die Pappel ragt,

Stern' und Steine sind.

 

Schlafend wölbt sich über den Gießbach der Steg,

Folgt dem Knaben ein erstorbenes Antlitz,

Sichelmond in rosiger Schlucht

 

Ferne preisenden Hirten. In altem Gestein

Schaut aus kristallenen Augen die Kröte,

Erwacht der blühende Wind, die Vogelstimme des Totengleichen

Und die Schritte ergrünen leise im Wald.

 

Dieses erinnert an Baum und Tier. Langsame Stufen von Moos;

Und der Mond,

Der glänzend in traurigen Wassern versinkt.

 

Jener kehrt wieder und wandelt an grünem Gestade,

Schaukelt auf schwarzem Gondelschiffchen durch die verfallene Stadt.

 


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Seite zuletzt aktualisiert: 09.06.2005 
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