Nähe des Todes


2. Fassung

 

O der Abend, der in die finsteren Dörfer der Kindheit geht.

Der Weiher unter den Weiden

Füllt sich mit den verpesteten Seufzern der Schwermut.

 

O der Wald, der leise die braunen Augen senkt,

Da aus des Einsamen knöchernen Händen

Der Purpur seiner verzückten Tage hinsinkt.

 

O die Nähe des Todes. Laß uns beten.

In dieser Nacht lösen auf lauen Kissen

Vergilbt von Weihrauch sich der Liebenden schmächtige Glieder.


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Seite zuletzt aktualisiert: 08.06.2005 
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