Die unmögliche Tatsache


Palmström, etwas schon an Jahren,

wird an einer Straßenbeuge

und von einem Kraftfahrzeuge

überfahren.

 

Wie war (spricht er, sich erhebend

und entschlossen weiterlebend)

möglich, wie dies Unglück, ja -:

daß es überhaupt geschah?

 

Ist die Staatskunst anzuklagen

in Bezug auf Kraftfahrwagen?

Gab die Polizeivorschrift

hier dem Fahrer freie Trift?

 

Oder war vielmehr verboten

hier Lebendige zu Toten

umzuwandeln - kurz und schlicht:

Durfte hier der Kutscher nicht -?

 

Eingehüllt in feuchte Tücher,

prüft er die Gesetzesbücher

und ist alsobald im klaren:

Wagen durften dort nicht fahren!

 

Und er kommt zu dem Ergebnis:

Nur ein Traum war das Erlebnis.

Weil, so schließt er messerscharf,

nicht sein kann, was nicht sein darf.

 


 © textlog.de 2004 • 01.10.2014 05:59:49 •
Seite zuletzt aktualisiert: 08.06.2005 
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