Die weggeworfene Flinte.


Palmström findet eines Abends,

als er zwischen hohem Korn

singend schweift,

eine Flinte.

 

Trauernd bricht er seinen Hymnus

ab und setzt sich in den Mohn,

seinen Fund

zu betrachten.

 

Innig stellt er den Verzagten,

der ins Korn sie warf, sich vor

und beklagt

ihn von Herzen.

 

Mohn und Ähren und Cyanen

windet seine Hand derweil

still um Lauf,

Hahn und Kolben...

 

Und er lehnt den so bekränzten

Stutzen an den Kreuzwegstein,

hoffend zart,

daß der Zage,

 

noch einmal des Weges kommend,

ihn erblicken möge - und -

(.. Seht den Mond

groß im Osten..)

 


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Seite zuletzt aktualisiert: 08.06.2005 
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