An meinen B.


Freund! wo über das Tal schauerlich Wald und Fels

   Herhängt, wo das Gefild leise die Erms durchschleicht,

      Und das Reh des Gebürges

         Stolz an ihrem Gestade geht -

 

Wo im Knabengelock heiter und unschuldsvoll

   Wenge Stunden mir einst lächelnd vorüberflohn -

      Dort sind Hütten des Segens,

         Freund! - du kennest die Hütten auch;

 

Dort am schattichten Hain wandelt Amalia.

   Segne, segne mein Lied, kränze die Harfe mir,

      Denn sie nannte den Namen,

         Den, du weißts, des Getümmels Ohr

 

Nicht zu kennen verdient. Stille, der Tugend nur

   Und der Freundschaft bekannt, wandelt die Gute dort.

      Liebes Mädchen, es trübe

         Nie dein himmlisches Auge sich.

 


 © textlog.de 2004 • 18.10.2017 04:14:22 •
Seite zuletzt aktualisiert: 11.06.2005 
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