Infantilismus

Infantilismus LASEGUE, FREUND, Stehenbleiben der körperlichen und geistigen Persönlichkeit auf kindlicher Stufe; geistig debil, seltener imbezill, körperlich unter Beibehaltung des kindlichen Verhältnisses der einzelnen Körperteile zueinander und Ausbleiben der geschlechtlichen Reife; öfters mit ungleichem Grade der verschiedenen Anteile. Vgl. Ateleiosis. Ursache: 1. erbliche Entartung durch Keimschädigung oder Verelendung durch Erkrankungen der Eltern, wie Tuberkulose, Syphilis, Alkoholismus usw., blastophthorischer Infantilismus; 2. angeborene Herzfehler oder Gefäßenge, ungünstige Lebens- und Ernährungsverhältnisse der Kinder, dystrophischer Infantilismus LORAIN. Der erbsyphilitische Infantilismus ergibt lebensschwache zarte Kinder mit kleinem Gesicht und oft großem Schädel, tiefliegender Nasenwurzel, olympischer Stirn; auffallend lange anhaltendes kindliches Aussehen, Schwerbestimmbarkeit des Alters und die verschiedenen Abstufungen geistiger Schwäche, besonders mit sittlicher Minderwertigkeit. Vom Infantilismus zu trennen sind der BRAMWELLsche und der BRISSAUDsche Infantilismus, s. Blutdrüsenerkrankung und der Zwergwuchs, s. d. Vgl. Ateleiosis.


 © textlog.de 2004-2017 •
Seite zuletzt aktualisiert: 19.05.2010 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z