Hypnose, Hypnoid

Hypnose künstlich hervorgerufener veränderter Bewußtseinszustand, von unmerklicher Veränderung bis zu tiefem Schlaf, auch dabei mit erhaltener geistiger Verbindung, Rapport, zwischen dem Schlafenden, Medium, und dem Einschläfernden, der Hypnotist oder Hypnotiseur genannt wird, je nachdem er zu wissenschaftlichen Zwecken oder zur Schaustellung usw. hypnotisiert. Die Hypnose tritt ein durch Erweckung der Vorstellung des Rubens oder Schlafens, durch das Einreden, daß der Schlaf oder die gewünschte Veränderung eintreten werde. Der Hypnotisierte nimmt leichter als der Wachende Suggestionen an, erhöhte Suggestibilität, und die Wirkung der künstlich geschaffenen Vorstellungen ist so mächtig, daß man in der Hypnose und nachher, posthypnotisch, Gedanken und Handlungen veranlassen, körperliche Zustände (Blutumlauf, Darmtätigkeit usw.) und krankhafte Erscheinungen, namentlich des Nervensystems, beeinflussen kann: Suggestionstherapie. Die Hypnose wirkt auf das Gemüt und auf die davon abhängigen körperlichen Vorgänge, die vom Verstande unabhängig sind. Tiefe Hypnose wird als künstlicher Somnambulismus, leichte als Lethargie, Charme usw. bezeichnet. Die Lehre von der Hypnose und ihre Anwendung nennt man Hypnotismus. — Hypnoid gr. -eidês ähnlich, bei Hysterischen von selbst entstehende Erscheinungen der Hypnose, bes. Katalepsie, Lethargie, Schlafzustände, Somnambulismus. — Hypnonarkose durch vorhergehende Hypnose geförderte Narkose.


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