Harnfarbe

Harnfarbe: Die normale hell- bis dunkelgelbe Harnfarbe wird bei Diabetes insipidus und nach reichlichem Trinken heller, nach starkem Wasserverlust durch Schwitzen dunkler. — Die Farbe wird bierbraun (mit gelbem Schaum) durch Bilirubingehalt bei Ikterus, fleischwasserfarbig — rotbraun, durch Blut und freigewordenen Blutfarbstoff, dunkelrot durch Urobilin (s. d.), goldgelb nach Senna, Rheum, Santonin und Istizin. Cascara und Chrysarobin. (Durch Prüfung mit KOH wird Senna und Rheumharn rot, Santoninharn rosa) Kirschrot wird der Harn durch Plämatoporphyrin (s. d.), dunkelgrün nach Naphtalin, Teer und Karbolsäure, schwarz bei Alkaptonurie (s. d.) und melanotischen Geschwülsten, Vergiftungen durch chlors. Kali. Auch gehen zum Zwecke der Prüfung der Nierenfunktion eingegebene Farbstoffe (Methylenblau) unverändert durch. Ferner ist im Harn nachweisbar durch Eisenchlorid: Antipyrin durch braunrote, Salicyl durch violette Färbung. Bromharn wird nach Zusatz von frischem Chlorwasser und Schütteln mit Chloroform gelb, Jod- oder Jodkali-Harn nach Zusatz von einigen Tropfen rauch. Salpetersäure und Schütteln mit Chloroform rotviolett.


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Seite zuletzt aktualisiert: 19.05.2010 
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