Eklampsia

Eklampsia gr. eklampsis Aufblitzen, nach GALENOS so genannt, weil die Krankheit mit dem Aufblitzen des Jugendfeuers, d. h. in der Pubertät, verschwinde. 1. Eklampsia infantum epilepsieähnliche Krämpfe mit Bewußtlosigkeit bei Kindern, Fraisen. Vgl. Spasmophilie. 2. Eklampsia parturientium, in der letzten Zeit der Schwangerschaft, in der Geburt und im Wochenbett, wahrscheinlich durch Giftstoffe hervorgerufen, die aus Plazenta oder Fetus in den Kreislauf der Mutter gelangen, und bei darniederliegender Nierenfunktion nicht ausgeschieden werden. Vgl. Idiosynkrasie und Chorion. Sicher sind manche Fälle urämischer Natur. So ist neben der einfachen, in der letzten Zeit der Schwangerschaft sogar recht häufigen Albuminurie, eine eigentliche "Schwangerschaftsniere" festgestellt worden, die dann zu einer Eklampsia als Folge der toxischen Nierenschädigung führt. Heilungsversuch: Stroganoff-Zweifel: beschleunigte Entbindung, Aderlaß zwecks mechanischer Entfernung des Giftes und Ersatz durch RINGERsche Lösung, subkutan injiziert. Dabei Morphium oder Chloralhydrat in Milch rektal.


 © textlog.de 2004-2017 •
Seite zuletzt aktualisiert: 30.03.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z