Freiheit


[E 162] Der Engländer tut für den Schall: Liberty so viel als mancher ehrliche Mann in Deutschland für das Ding: Freiheit.

 

[F 428] Der Mensch sucht Freiheit, wo sie ihn unglücklich machen würde, im politischen Leben, und verwirft sie, wo sie ihn glücklich macht, und hängt anderer Meinung blindlings an. Der religiöse und System-Despotismus ist der fürchterlichste unter allen. Der Engländer, der wider das Ministerium schimpft, ist ein Sklave der Opposition, ein Sklave der Mode, alberner Gebräuche, [der]Etiquette.

 

[J 261]

Wie sind wohl die Menschen zu dem Begriff von Freiheit gelangt? Es ist ein großer Gedanke gewesen.

 

[J 263]

Daß zuweilen eine falsche Hypothese der richtigen vorzuziehen sei, sieht man aus der Lehre von der Freiheit des Menschen. Der Mensch ist gewiß nicht frei, allein es gehört sehr tiefes Studium der Philosophie dazu, sich [durch] diese Vorstellung nicht irre führen zu lassen; ein Studium, zu welchem unter Tausend [die] nicht die Zeit und Gedult haben, und unter 100, die sie haben, kaum einer den Geist hat. Freiheit ist daher eigentlich die bequemste Form sich die Sache zu denken und wird auch allezeit die übliche bleiben, da sie so sehr den Schein für sich hat.

 

[J 347]

Einige sehen die in Frankreich entstandene Freiheit an wie das Tier in Gevaudon.

 

[L 400]

Was die wahre Freiheit und den wahren Gebrauch derselben am deutlichsten charakterisiert, ist der Mißbrauch derselben.

 


 © textlog.de 2004 • 17.10.2019 04:28:27 •
Seite zuletzt aktualisiert: 12.04.2006 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Z