Idee

Idee (idea, eidos, idea, idée) bedeutet 1) ursprünglich: Gestalt, Form, Bild; 2) Urbild, Musterbild, Typus, als reale Wesenheit; 3) schöpferischer Gedanke, Begriff, Gedanke, Grundgedanke, begriffliche Einheit, Leitmotiv, Endpunkt des begründenden Denkens; 4) Vorstellung, Bewußtseinsinhalt, Erinnerungsbild, Phantasiegebilde, Einfall. - Man unterscheidet logische, ästhetische, ethische Ideen, ontologische (metaphysische) Ideen, geschichtliche Ideen. In der Welt walten Ideen bedeutet: es gibt eine (immanente) Weltvernunft, einen zweckmäßig-logischen Prozess, der sich in der Natur, im Menschen, in der Geschichte bekundet, realisiert. Die »Idee« ist dann der Ausdruck für den Sinn, die Bedeutung, die Realisationstendenz eines Seinstypus. Ideen können nur als Willensinhalte, Willensziele als wirksam gedacht werden, als (bewußte oder nicht bewußte) Motive, Antriebe des Strebens, Wollens, Handelns. Die Ideen sind das Konstante, Zeitlose, Feste im Flusse des Geschehens, insofern dieses teleologisch (s. d.) betrachtet wird.



Inhalt:


Idee - Platon, Sokrates, Demokrit
Idee - Aristoteles, Cicero, Plotin
Idee - Boethius, Augustinus
Idee - Cusanus, Spinoza, Leibniz
Idee - Hobbes, Locke, Berkeley
Idee - Kant, Schiller, Natorp
Idee - Herbart, Fichte, Schelling
Idee - Schopenhauer, Hegel
Idee - Bachmann, Hartmann
Idee - Humboldt, Wundt

 © textlog.de 2004 • 13.12.2018 06:59:08 •
Seite zuletzt aktualisiert: 18.03.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  Z