Äquipollenz

Äquipollenz: logische Gleichgeltung, wonach ein Begriff oder Urteil zu einem andern von gleichem Inhalt, aber verschiedener Form sich äquipollent verhält. »Propositiones aequipollentes« zuerst bei APULEIUS als Übersetzung des GALENschen isodynamousai protaseis (PRANTL, G. d. L. I, 568, 583: »propositiones aequipollentes dicuntur, quae alia enuntiatione tantundem possunt, et simul verae fiunt aut simul falsae altera ob alteram scilicet«). Die Äquipollenz wird auch von PSELLUS erörtert (l.c. II, 268). CHR. WOLF: »Judicia aequipollentia dicuntur, quibus eadem notio complexa respondet« (Log. § 278). - Äquipollent sind z.B. die Urteile: »S ist entweder P1 oder P2« und »Wenn S nicht P1 ist, so ist es P2« (WUNDT, Log. I, 205).


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