b) Tarantel. Lycosa tarantula

b) Die Tarantel (Lycosa tarantula). Dass der Stich derselben Tanzwut mit Raserei zur Folge habe, ist zum Teil Fabel. Die Einbildung hat hier bei reizbaren Personen viel Anteil gehabt. Tatsache aber ist es, dass der Tarantelstich, dem die barfuss gehenden Feldarbeiter in Italien und Spanien am häufigsten unterworfen sind, Entzündung, Geschwulst mit und ohne Blasenbildung erregt, selbst Angst, Ohnmacht, Fieber (Orfila, Méd. légale. 2. Aufl. T. 3. p. 505). Auch der Stich der in Frankreich und Italien vorkommenden Kellerspinne (Segestria cellaria) kann ähnliche Zufälle zur Folge haben, desgleichen die surinamische Vogelspinne oder Krabbe (Nigale avicularia) in Südamerika, deren Biss die Kolibris tötet.

Gegenmittel. Gegen den Stich der Tarantel, der Kellerspinne und Krabbe dienen äußerlich Einreibungen von Kampferliniment, Salmiakgeist in die Bissstelle, innerlich viel kaltes Wasser, später Fliedertee, heißer, starker Kaffee.


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