A[lexander] M[oritz] Frey, Außenseiter. Zwölf seltsame Geschichten. München: Drei Masken Verlag (1927). 319 S.


Frey hat vor Jahren mit seinem Roman »Solneman der Unsichtbare« bewiesen, ein wie sympathisches Talent er ist. Leider ist ihm zu diesem Band nicht genug eingefallen. Vielleicht ist nichts dagegen zu sagen, daß Verfasser sogenannter »grotesker«, »seltsamer«, »phantastischer« Geschichten während des ersten Viertels ihrer Erzählungen von der gespannten Phantasie des Lesers wie eine Turbine von starkem Gefälle sich treiben lassen; nur daß dem Leser, wenn er am Schlusse leer ausgeht, das Gefühl bleibt, man habe ihm die Phantasie abgezapft. Die meisten unter den zwölf neuen Geschichten von Frey hinterlassen in der Tat eine gewisse Verstimmung. Eine der wenigen Ausnahmen ist »Hütlein«, die ungequält, natürlich erwachsene Phantasie vom Ende eines Schizophrenen.


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