Seelenvermögen

Seelenvermögen sind, im Sinne psychischer Kräfte oder Funktionen, nichts als verschiedene Richtungen und Weisen der Betätigung der einheitlichen, organisierten Seele (s. d.). Sie sind nicht, wie früher oft angenommen wurde, selbständige Teile oder Potenzen der Seele, auch nicht leere Möglichkeiten, sondern allgemeine, fundamentale Dispositionen (s. d.) des Bewußtseins selbst, mit Überwiegen bald des einen, bald des anderen psychischen Momentes. So lassen sich intellectuelle, emotionelle, volitionelle Funktionen, Prozesse unterscheiden, wobei eben zu betonen ist, daß kein Bewußtseinsvorgang reines Vorstellen oder reines Gefühl oder reiner Wille ist. es handelt sich nur um verschiedene Seiten, Momente, Faktoren eines an sich einheitlichen Geschehens, um verschiedene Gesichtspunkte der Klassifikation, um Typen. Das Haltbare im Begriffe der Seelenvermögen ist die Bestimmung der Psyche als Kraft, Aktivitätszentrum, gegenüber solchen Ansichten, nach welchen Bewußtseinsinhalte spontan, passiv sich miteinander verbinden. In der älteren Psychologie ist die Annahme von Seelenvermögen überwiegend.



Begriff und Definition Seelenvermögen:


Antike, Scholastik, Neuzeit
Moderne

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Seite zuletzt aktualisiert: 14.11.2004 
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