Winternacht


Verschneit liegt rings die ganze Welt,

Ich hab nichts, was mich freuet,

Verlassen steht der Baum im Feld,

Hat längst sein Laub verstreuet.

 

Der Wind nur geht bei stiller Nacht

Und rüttelt an dem Baume,

Da rührt er seinen Wipfel sacht

Und redet wie im Traume.

 

Er träumt von künft'ger Frühlingszeit,

Von Grün und Quellenrauschen,

Wo er im neuen Blütenkleid

Zu Gottes Lob wird rauschen.


 © textlog.de 2004 • 24.05.2019 13:30:50 •
Seite zuletzt aktualisiert: 05.08.2005 
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