Der Halb-Blinde


143.

Der Halb-Blinde. — Der Halb-Blinde ist der Todfeind aller Autoren, welche sich gehen lassen. Diese sollten seinen Ingrimm kennen, mit dem er ein Buch zuschlägt, aus welchem er merkt, dass sein Verfasser fünfzig Seiten braucht, um fünf Gedanken mitzuteilen; jenen Ingrimm darüber, den Rest seiner Augen fast ohne Entgelt in Gefahr gebracht zu haben. — Ein Halb-Blinder sagte: alle Autoren haben sich gehen lassen. — "Auch der heilige Geist?" — Auch der heilige Geist. Aber der durfte es; er schrieb für, die Ganz-Blinden.


 © textlog.de 2004 • 16.09.2019 12:50:24 •
Seite zuletzt aktualisiert: 20.07.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright