Wodurch die Kunst Partei macht


146.

Wodurch die Kunst Partei macht. — Einzelne schöne Stellen, ein erregender Gesamtverlauf und hinreißende erschütternde Schlussstimmungen — soviel wird auch den meisten Laaien von einem Kunstwerk noch zugänglich sein: und in einer Periode der Kunst, in der man die große Masse der Laien auf die Seite der Künstler hinüberziehen, also eine Partei, vielleicht zur Erhaltung der Kunst überhaupt, machen will, wird der Schaffende gut tun, auch nicht mehr zu geben: damit er nicht zum Verschwender seiner Kraft werde auf Gebieten, wo niemand ihm Dank weiss. Das übrige nämlich zu leisten — die Natur in ihrem organischen Bilden und Wachsenlassen nachzuahmen — hiesse in jenem Falle: auf Wasser säen.


 © textlog.de 2004 • 25.10.2021 00:34:06 •
Seite zuletzt aktualisiert: 18.07.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright