Datura Stramonium Linn

Datura Stramonium Linn. Stechapfel, Dornapfel, Igelkolbe, Stachelnuss. Sowohl das Kraut, als der Same dieser betäubenden Giftpflanze wird in manchen Teilen von Frankreich und Deutschland als Hausmittel gegen Zahnschmerzen, Engbrüstigkeit und andere Nervenübel chronischer Art in Anwendung gebracht. Den Samen legt man in den hohlen schmerzhaften Zahn, und von den Blättern nimmt man ein Teil und acht Teile Tabak, wovon täglich einmal, oder so oft die Anfälle von Asthma kommen, eine kleine Pfeife voll geraucht wird. Auch in Zigarren werden die getrockneten Blätter gemacht und zu gleichem Zweck geraucht. (S. Zigarren.) Die Tinctura Seminum Stramonii, zwei- bis dreimal täglich zu fünf bis fünfzehn Tropfen, ist in den Händen des Arztes ein sehr wirksames Mittel gegen krankhaft erhöhte Geschlechtslust, Nymphomanie und Satyriasis, darf aber nie zum Volksmittel werden. — Nach Ainslie (S. Osiander 1. c. p. 129) gebrauchen die Indianer als ein stets wirksames Mittel gegen Leibesverstopfung die Blätter der Datura fastuosa, welche sie erwärmt vor den After legen. Nicht selten folgt darauf auch Erbrechen.


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