Vergänglichkeit der Teile bedingt den Untergang des Ganzen


Erstlich behaupte ich nun: da der Erdstoff hier und das Wasser

Wie der bewegliche Odem der Luft und die feurigen Gluten,

Die dies ganze Gebäude der Welt, wie man sehen kann, bilden,

Alle bestehen aus Stoff, der entsteht und wieder vergehet,

Muß auch das Weltall ganz aus demselbigen Stoffe bestehen.

Denn das Ganze natürlich, da dessen Glieder und Teile

Aus erschaffenem Stoffe und sterblichen Formen bestehen,

Stellt in der Regel dem Blicke sich ebenso dar als erschaffen

Und zugleich als vergänglich. Drum wenn ich mit Augen erblicke,

Wie so gewaltige Teile der Welt der Vernichtung verfallen

Und aufs neue erstehen, dann weiß ich, daß Himmel und Erde

Einst ihren Anfang hatten und einmal ihr Ende erwarten.

Beweise für die Vergänglichkeit der vier Elemente

Glaube nur ja nicht, ich habe mir diese Behauptung erschlichen,

Wenn ich so Erde wie Feuer als sterbliche Wesen betrachte,

Und die Vergänglichkeit auch von Wasser und Luft nicht bezweifle,

Denen Wiedergeburt und Wiedervermehrung ich zusprach.


 © textlog.de 2004 • 11.12.2017 20:31:50 •
Seite zuletzt aktualisiert: 14.09.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright