Ursprung von Licht und Wärme


Dies auch soll dich nicht wundern, wie soviel Licht uns die Sonne

Auszusenden vermag, die selbst doch so winzig und klein ist.

Füllt sie doch alle die Lande, das Meer und den Himmel mit Lichtflut

Und durchströmet die Welt mit ihrer erwärmenden Hitze.

Denn hier kann sich allein aus dem Weltall sammeln der Lichtstoff

Und als ergiebige Quelle dann offen sprudelnd ergießen,

Weil aus der ganzen Welt sich die Urelemente der Wärme

Überallher so treffen und solche Verbindungen eingehn,

Daß sich die Sonnenglut aus gemeinsamem Haupte ergießet.

Siehst du nicht auch, wie ein spärlicher Born bisweilen die Wiesen

Weithin mit Wasser berieselt und Felder weit überflutet?

     So kommt's öfter auch vor, daß bei mäßiger Sonnenbestrahlung

Dennoch die Hitze erfaßt mit sengenden Gluten das Luftreich,

Wenn sich gerade die Luft in der passenden Lage befindet,

Daß sie bereits durch schwächere Glut entzündet kann werden.

Derart sehn wir, wie selbst ein einziger Funke zuweilen

Weithin auf Saaten und Stoppeln gewaltige Brände verursacht.

     Möglich ist auch, daß die Sonne, die oben mit rosiger Fackel

Leuchtet, im Umkreis Feuer in reichlicher Menge bereit hat,

Das uns nicht sichtbar wird, da es nicht durch Leuchten sich kundgibt,

Sondern nur gluterzeugend die Wirkung der Strahlen vergrößert.



Quelle: www.textlog.de

 © textlog.de 2004 •
Seite zuletzt aktualisiert: 14.09.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright