Größe des Mondes


Also schwebt auch der Mond, sei's daß er den Ländern der Erde

Leuchtet mit eigenem Licht, sei's daß er es borgt von der Sonne,

Wie dem immer auch sei, nicht größer am Himmel der Form nach

Als uns diese erscheint, wenn mit unserem Blick wir sie schauen.

Denn wir erblicken ja alles, was sonst durch die Dicke der Luftschicht

Uns wird ferne gerückt, weit mehr in verschwommenem Umriß

Als in verkleinertem Maß. Drum muß auch die Scheibe des Mondes,

Da sie ein deutliches Bild und scharfumgrenzte Gestalt zeigt,

So wie ihr äußerster Rand sich darstellt unserem Blicke

So groß, wie sie nun ist, auch von uns aus am Himmel zu sehn sein.


 © textlog.de 2004 • 19.10.2017 13:09:26 •
Seite zuletzt aktualisiert: 14.09.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright