Bildung der vier Elemente


Klärlich verbanden zuerst sich die erdigen Einzelatome,

Weil sie verflechtbar waren und schwer. Sie strebten zur Mitte,

Und so nahmen sie sämtlich die unterste Stelle der Welt ein.

Aber je fester verfilzt sie sich einigten, desto entschiedner

Preßten die Stoffe sie aus, die Meer, Mond, Sonne und Sterne

Bildeten und an dem Rande die Mauern des mächtigen Weltalls.

Denn dies alles bilden Atome, die glätter und runder

Sind und an Größe beträchtlich geringer als Erdelemente.

Deshalb hob auch zuerst aus vereinzelten Löchern der Erde

Hier und da sich der Äther empor als der Bringer des Feuers,

Der, weil er leicht ist, zugleich viel feurigen Stoff mit hinaufriß.

Dies vollzog sich nicht anders als wir es noch öfter erleben,

Wenn sich im Frührot golden im perlenbetaueten Grase

Widerspiegelt der Strahl der rötlich erglommenen Sonne,

Nebel den Seen entsteigt und den ständig strömenden Flüssen

Und wie die Erde sogar uns manchmal scheinet zu rauchen.

Wenn sich nun alle die Dünste zur Höhe gewandt und gesammelt,

Ballen sie dicht sich zusammen und säumen als Wolken den Himmel.

So hat sich einst umgeben der leichte, zerfließende Äther

Mit der von überallher zusammengeballten Materie

Und dann überallhin von da sich ins Weite ergießend

Alles übrige brünstig in seine Arme geschlossen.


 © textlog.de 2004 • 18.12.2017 02:15:49 •
Seite zuletzt aktualisiert: 14.09.2005 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright