Beruf


Man übernehme niemals irgend eine Berufsarbeit. Thut man's, so wird man bald ein kleines Rädchen an der Staatsmaschine, aber hört Selber auf, der Herr der Betriebswirtschaft zu sein. Da kann die Theorie nur wenig helfen. Man erhält einen Titel, und darin liegt die ganze Konsequenz der Sünde und des Bösen. Das Gesetz, dessen Sklave man dadurch wird, ist gleich langweilig, ob man nun rasch oder langsam avanciert. Und den Titel wird man ja nie wieder los - selbst wenn man ihn durch ein Vergehen verliert, erhält man ihn durch eine gnädige Resolution des Königs bald wieder.

Aber wenn mau sich auch vor Berufsarbeiten hüten muß, darf man doch nicht untätig sein; man treibe allerlei brotlose Künste. Doch muß man sich weniger extensiv als intensiv entwickeln und je älter man wird, die Wahrheit des alten Wortes erweisen, dass nicht viel dazu gehört, um Kindern eine Freude zu machen.


 © textlog.de 2004 • 29.07.2014 18:47:59 •
Seite zuletzt aktualisiert: 22.01.2006 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright