Der eigentliche Genuß


Der eigentliche Genuß liegt nicht in dem, was man genießt, sondern in der Vorstellung. Gesetzt, ich hätte zu meinen Diensten einen untertänigen Geist, welcher, wenn ich ein Glas Wasser verlangte, mir von aller Welt Enden her die köstlichsten Weine, lieblich gemischt in einem Pokale, darbrächte: so würde ich ihn verabschieden, bis er lernte, dass der Genuß nicht in dem, was ich genieße, liegt, sondern darin, dass ich meinen Willen bekomme.

 

* * *


 © textlog.de 2004 • 18.10.2017 11:26:37 •
Seite zuletzt aktualisiert: 22.01.2006 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright