Zur Nacht


Vorbei der Tag! Nun laß mich unverstellt

Genießen dieser Stunde vollen Frieden!

Nun sind wir unser; von der frechen Welt

Hat endlich uns die heilige Nacht geschieden.

 

Laß einmal noch, eh sich dein Auge schließt,

Der Liebe Strahl sich rückhaltlos entzünden;

Noch einmal, eh im Traum sie sich vergißt,

Mich deiner Stimme lieben Laut empfinden!

 

Was gibt es mehr! Der stille Knabe winkt

Zu seinem Strande lockender und lieber;

Und wie die Brust dir atmend schwellt und sinkt,

Trägt uns des Schlummers Welle sanft hinüber.


 © textlog.de 2004 • 17.10.2017 02:25:41 •
Seite zuletzt aktualisiert: 10.09.2005 
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