Verirrt


Ein Vöglein singt so süße

Vor mir von Ort zu Ort;

Weh, meine wunden Füße!

Das Vöglein singt so süße,

Ich wandre immerfort.

 

Wo ist nun hin das Singen?

Schon sank das Abendrot;

Die Nacht hat es verstecket,

Hat alles zugedecket -

Wem klag ich meine Not?

 

Kein Sternlein blinkt im Walde,

Weiß weder Weg noch Ort;

Die Blumen an der Halde,

Die Blumen in dem Walde,

Die blühn im Dunkeln fort.


 © textlog.de 2004 • 11.12.2017 03:26:23 •
Seite zuletzt aktualisiert: 10.09.2005 
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