III. Abschnitt.


A. Dummheit und Lebensalter.

Allgemeines. Zeitliche Unterschiede in der geistigen Entwicklung der Kinder. Beschränkung der Untersuchung auf das schulpflichtige Alter. Die Kriterien der kindlichen Dummheit dieselben wie der des Erwachsenen. Die Aufsatzleistungen als Gradmesser der geistigen Begabung. Aufsatzleistungen von guten und schwachen Schülern aus 3 Volksschulklassen. Leistungen der beschränkten Schüler im Rechnen, in der Orthographie und im Lesen.

Die Dummheit der reiferen Jugend. Geistige Eigentümlichkeiten der reiferen Jugend. Zeitliche Unterschiede in dem Eintritte der geistigen Vollreife. Ungenügende Ausbildung der hemmenden seelischen Kräfte der Grundquell aller Jugendtorheiten. Die Rolle des Alkohols. Einfluß der Stellung und der äußeren Lebensverhältnisse auf die Art der Jugendtorheiten. Jugendeseleien kein Präjudiz für das spätere Verhalten. Torheiten der reiferen weiblichen Jugend. Vorherrschen des erotischen Elements.

Die Dummheit des höheren Alters. Die Verschiedenheiten in dem Grad des geistigen Rückgangs im höheren Alter. Abschwächung der einzelnen psychischen Leistungen. Daraus resultierende Eigentümlichkeiten der Greisenpsyche. Die Altersbeschränktheit beim weiblichen Geschlecht und deren Früchte.

B. Dummheit und Geschlecht.

Inferiorität der intellektuellen Leistungen des Weibes. Schwierigkeiten der Deutung dieses Umstandes. Die Möbiussche Ansicht vom physiologischen Schwachsinn des Weibes. Bedenken, die sich gegen dieselbe erheben. Die besonderen Züge der weiblichen Dummheit in Eigentümlichkeiten der weiblichen Psyche begründet. Beeinflussung des Urteils durch Gefühle. Ibsens Nora als Beispiel. Erhöhte Suggestibilität; Beschränkung derselben auf gewisse Personen. Das Haften an Kleinigkeiten (Kleinlichkeit), Schwatzhaftigkeit und Neugier.

Die Eigentümlichkeiten der männlichen Dummheit. Unterschätzung der Details. Charaktere des Bierphilisters. Die fortschrittlichen Hohlköpfe. Männliche Dummheit mit weiblichen Zügen und umgekehrt. Die bescheidene und die prätenziöse Beschränkte.

C. Dummheit und Rasse.

Seelische Unterschiede der einzelnen Rassen. Die Theorie von der intellektuellen Superiorität der kaukasischen Rasse durch die Japaner widerlegt. Die intellektuelle Inferiorität der Neger. Die drei in Europa vertretenen Rassen. Die Theorie von der intellektuellen Superiorität der blonden dolichocephalen Rasse (Ammon, Roese, Woltmann, Wilser u. a.) nicht genügend begründet. Tatsachen, welche gegen dieselbe sprechen. Die Übertreibungen der Rassenchauvinisten.

D. Dummheit und Stand, Beruf, Milieu.

Relativ größere Häufigkeit der Beschränktheit in den untersten und sozial höchststehenden Klassen. Bedeutung der Inzucht für letzteres Faktum. Der Konservativismus in der Aristokratie. Durch den Beruf bedingte Typen der Beschränktheit. Verdummende Milieueinflüsse. Vernachlässigung und Verkehrtheiten in der Erziehung. Wirkung des Beispiels beschränkter Eltern. Der Einfluß der Gesellschaft. Lokale Unterschiede in der Verbreitung der Dummheit. Stadt- und Landbevölkerung. Die sagenhaften Narrheitsherde Böotien, Brabant, Abdera, Megara, Schilba, Schöppenstädt, Weilheim. Die Abderiten der Gegenwart.

E. Dummheit und Religion.

Gestaltung religiöser Vorstellungen unter dem Einfluss der Dummheit. Beispiele. Die bigotten Beschränkten. Gefährdung des Seelenheils durch weltliche Vergnügungen. Die Vorstellung der Beschränkten vom Jenseits. Die Abstufung und Spezialisierung der Wundertätigkeit der Heiligen. Die Inanspruchnahme göttlicher Hilfe für verbrecherische Zwecke. Bauernschlauheit bei Erfüllung eines Gelöbnisses. Sonderbarkeiten in den Anschauungen und Gebräuchen der orthodoxen Angehörigen des mosaischen Bekenntnisses.

 


 © textlog.de 2004 • 25.03.2017 20:33:28 •
Seite zuletzt aktualisiert: 13.12.2009 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright