Rabies

Rabies lat. Tollwut, Wutkrankheit, Lyssa. Rabies canina Hundswut, durch Hundebiß, selten durch Wolf, Fuchs, Katze. Inkubation 1—6 Monaten. Beginn mit Rötung der Bißnarbe, Kopfschmerzen, dann tonische Krämpfe der Schlund-, Kehlkopf und Atemmuskel mit Erstickungsgefühl, Atemnot, starkem Speichelfluß bei qualvollem Durst ohne schlucken zu können = "Wasserscheu". Herzlähmung. (Unterschied gegenüber Tetanus: Fehlen des Trismus und der Faciallähmung) Nachweis der Negrikörperchen (s. d.) durch MANN LENTZfärbung rot mit blau gefärbt, Einschlüssen, wahrscheinlichen Protozoen, in Gehirn, spezifischer Ammonshorn durch Sektion der wutverdächtigen Tieres oder durch Tierversuch: Einspritzung von Markemulsion ebendiesen Tieres in Kanin.-Therapie: Sofort Wunde aussaugen, ausbrennen oder besser ausschneiden. Sofort Aufsuchen eines "PASTEUR-Instituts". PASTEUR wandte zuerst eine Schutzimpfung mit modifizierten Wutgift an: Verreibung von getrockneten und dadurch an Giftigkeit abgeschwächten Rabies-Rückenmarks, dann mit immer giftigeren Verreibungen. Dies sowohl prophylaktisch, wie bei noch nicht ausgebrochener Erkrankung s. Virus. Jetzt wird das an Virulenz abgeschwächte Affenserum verwandt. Heute bestehen PASTEUR-Institute: Berlin, Breslau, Dresden, Nürnberg, Bern usw.


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