I. Die ideale Bestimmtheit als solche



1. Das Göttliche als Einheit und Allgemeinheit


Wir sahen bereits, die Kunst habe vor allem das Göttliche zum Mittelpunkte ihrer Darstellungen zu machen. Das Göttliche nun aber, für sich als Einheit und Allgemeinheit festgehalten, ist wesentlich nur für den Gedanken und, als an sich selbst bildlos, dem Bilden und Gestalten der Phantasie entzogen; wie denn auch den Juden und Mohammedanern verboten ist, sich ein Bild von Gott für die nähere, im Sinnlichen sich umtuende Anschauung zu entwerfen. Für die bildende Kunst, welche der konkretesten Lebendigkeit der Gestalt durchweg bedarf, ist deshalb hier kein Raum, und die Lyrik allein vermag in der Erhebung zu Gott den Preis seiner Macht und Herrlichkeit anzustimmen.

 

 


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