Sechstes Buch


Wir haben bisher die Erde als einen Wohnplatz des Menschengeschlechts überhaupt betrachtet und sodann die Stelle zu bemerken gesucht, die der Mensch in der Reihe der Lebendigen auf ihr einnimmt. Lasst uns jetzt, nachdem wir die Idee seiner Natur überhaupt festgestellt haben, die verschiednen Erscheinungen betrachten, in denen er sich auf diesem runden Schauplatz zeigt.

Aber wer gibt uns einen Leitfaden in diesem Labyrinth? Welchen sichern Fußtritten dörfen wir folgen? Wenigstens soll kein trügendes Prachtkleid einer angemaßten Allwissenheit die Mängel verhüllen, die der Geschichtschreiber der Menschheit und noch viel mehr der Philosoph dieser Geschichte notwendig mit sich trägt; denn nur der Genius unseres Geschlechts übersieht desselben ganze Geschichte. Wir fangen von den Verschiedenheiten in der Organisation der Völker an, wenn auch aus keinem andern Grunde, so daher, weil man sogar schon in den Lehrbüchern der Naturgeschichte diese Verschiedenheiten bemerkt.

 

 


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