Meer des Lebens


Ich möchte, ich muß loskommen von Dir,

und kann es nicht.

Du bist das Beste, Zarteste, Nobelste, Ergebenste, Verständnisvollste, Bescheidenste, was es überhaupt gibt.

Und dennoch brauche ich das »Andere«, das mir noch nicht so Bekannte,

das meine Seele wieder hinaustreibt in die Stürme unbekannter Meere!

Wir wollen wieder unruhig träumen von einer Hand,

die sich zurückzieht, wenn wir gerade sie zart berühren wollen!

Wir wollen um diese Hand, die sich nie, nie, grundlos berühren läßt, uns grämen!

Und dieser Gram ist die zärtlichste Berührung dieser Hand, die sich eben nie berühren läßt!


 © textlog.de 2004 • 14.12.2017 11:24:33 •
Seite zuletzt aktualisiert: 28.10.2007 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  Mein Lebensabend