Kriegserklärung und Kriegszustand


Ein Priester, genannt der Forensis, wird sofort zu den Feinden abgesandt: er verlangt von ihnen entweder Rückgabe der geraubten Beute, oder Einstellung der Feindseligkeiten gegen ihre eigenen Freunde. Verweigern sie dieses, so erklärt er ihnen den Krieg (unter Anrufung des Gottes der Rache), deren Ausführung diesem übertragen wird, und Zitierung des Gottes Zebaot, der einem feindlichen Könige eine Stunde Frist gibt, und drei Stunden, wenn es einer Republik gilt, um so den Schein einer ausweichenden Antwort zu vermeiden. So beginnt denn der Krieg gegen die Verächter des göttlichen und natürlichen Rechtes.

Nach Erklärung des Krieges wird alle praktische Führung desselben dem Stellvertreter des »Macht« wie einem römischen Diktator übertragen. Dieser aber verfährt nach eigenem Ermessen und Machtvollkommenheit, damit die verderbliche Langsamkeit vermieden wird, durch Einheit des Kommandos. Wenn es sich indessen um eine Sache von großer Wichtigkeit handelt, konferieren Macht und Weisheit und Liebe mit. Vorher aber wird von einem Redner der Anlaß und die Gerechtigkeit der zu unternehmenden Kriegsexpedition dargelegt und in diese große Ratsversammlung hat jeder vom zwanzigsten Lebensjahre an Zutritt. Auf diese Weise werden die vorbereitenden Schritte getroffen.  


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