Waffen und Kampfweise


Alle möglichen Waffengattungen werden in den Arsenalen aufbewahrt und häufig zu fingierten Schlachten verwendet. Die äußeren Mauern jedes Kreises sind mit Bombarden gespickt und an der nötigen Geschützbedienung fehlt es keineswegs. Sie haben auch eine andere Art Geschütze, Kanonen genannt, die auf Wagen ins Schlachtfeld geführt werden. Die Kriegsmunition und der Mundvorrat werden auf Eseln und Mauleseln und Karrenfuhrwerken transportiert.

Sowie sie ein Kriegslager draußen im freien Felde aufschlagen, werden die Kriegs- und Mundvorräte, die Wagen, die Kanonen, die Leitern und die Kriegsmaschinen in die Mitte des Raumes genommen; sie schlagen sich lange und mit Feuer. Sie ziehen sich auch häufig unter verstellter Flucht zurück, wodurch die Feinde dahin getäuscht werden, dass überhaupt eine Flucht in größerem Maßstabe stattfinde; diese lassen sich zur Verfolgung hinreißen; aber die Solarier teilen sich in Flügel und mehrere Schlachthaufen und während sich die einen durch Ausrasten erholen, lassen sie ihre Artillerie glühende Kugeln spielen und kehren alsbald in die Schlacht zurück, die Verwirrung und Niederlage der Feinde vollendend.

Derlei kommt gar nicht so selten vor. An Hinterlisten und Kniffen sowie im Gebrauche von Kriegsmaschinen sind sie allen Völkern überlegen.

Ihre Lager schlagen sie nach römischer Lagerkunst auf, errichten so die Zelte, und befestigen sie mit Wall und Graben in wunderbarer Schnelligkeit. Es gibt besondere Werkmeister und Kriegsmaschinenmeister der Geschützbedienung. Alle Soldaten sind bewandert im Gebrauch von Haue und Hacke.

Fünf, acht oder zehn Kommandanten sitzen im Kriegsrate, die in der Strategie und im Evolutionieren zu Hause sind, indem sie bereit sind, dieselben Kommandos praktisch auszuführen, die sie dem theoretischen Namen nach inne haben.


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