Schneeberger Lungenkrebs

Schneeberger Lungenkrebs seit Jahrhunderten bekannt von den Kobaltbergleuten in Schneeberg, Erzgebirge. Auch schon von Ärzten des 16. und 17. Jahrhunderts treffend beschrieben. Nach SAUPE, Dresden, sind als gemeinsam wirkende Ursachen die folgenden zu nennen, wobei die einzelnen vielleicht nicht allein zur Krebsbildung ausreichen. Es sind: Verstaubung, also mechanischer Reiz, dann der chemische Reiz, durch den Arsengehalt des Staubes. (Bekanntlich erhöht chronische Arsenvergiftung die Krebsdisposition). Das gleiche, betr. Schädigung und Disposition, gilt wahrscheinlich auch von der ungewöhnlich stark radiumemanation haltigen Grubenluft. Hierfür spräche auch die erst neuerdings genauer verfolgte "Lungenerkrankung" im ebenfalls radiumhaltigem Joachimstaler Bergbau. — Für ein belebtes Agens spricht dieser Krebs jedenfalls nicht. Zum Teil spricht dagegen auch wohl, dass die Bergleute erst etwa im zehnten Jahre erkranken.


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Seite zuletzt aktualisiert: 19.05.2010 
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