Schlangenbiß

Schlangenbiß 2 dicht beieinanderstehende "Stichwunden", hämorrhagische Entzündung an der Bißstelle und Allgemeinvergiftung durch eiweißartige Giftstoffe: ein Hämolysin, ein Neurotoxin und ein Hämorrhagin. Das erstere findet sich bei allen Schlangen, das Neurotoxin bei den Nattern, das Hämorrhagin bei den Ottern (Vipern), bei Kobra (Natter) scheint sich um Blutgerinnung und Lähmung des Nervensystems zu handeln. Gegenmittel: Abbinden des Gliedes, wenn möglich, Ausbluten bzw. Aussaugen. Dann je nach Möglichkeit raschen Handelns tiefgehendes Ausbrennen oder auch nur Erweiterung der Wunde, Injektion von 1% übermangans. Kali in Bißstelle und Umgebung. (Auch Ammoniak, Jodtinktur, Chromsäureanhydrit empfohlen) Injektion der Schlangenbiß-Sera wenn erreichbar. Schlangenbißsera-Institute großen Stiles sind in Ländern großer Gefahr in Sao Paulo (Brasilien), Buenos Aires (Argentinen), Bombay und Kasauli (Indien), Port Elisabeth (Südafrika), Sidney (Australien), Tokio (Japan) und in Europa des Pasteurinstut in Lille. Besonders letzteres hat sich um Herstellung von Mischgiften mit Erfolg bemüht. Dann natürlich im übrigen — allgemein empfohlen — Alkohol bis zum Rausch!


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Seite zuletzt aktualisiert: 19.05.2010 
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