Wie dunkle Träume stehen


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Wie dunkle Träume stehen

Die Häuser in langer Reih';

Tief eingehüllt im Mantel,

Schreite ich schweigend vorbei.

 

Der Turm der Kathedrale

Verkündet die zwölfte Stund';

Mit ihren Reizen und Küssen

Erwartet mich Liebchen jetzund.

 

Der Mond ist mein Begleiter,

Er leuchtet mir freundlich vor;

Da bin ich an ihrem Hause,

Und freudig ruf ich empor:

 

"Ich danke dir, alter Vertrauter,

Daß du meinen Weg erhellt;

Jetzt will ich dich entlassen,

Jetzt leuchte der übrigen Welt!

 

Und findest du einen Verliebten,

Der einsam klagt sein Leid,

So tröst ihn, wie tu mich selber

Getröstet in alter Zeit."


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Seite zuletzt aktualisiert: 18.08.2005 
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