Mir träumte: Traurig schaute der Mond


26

 

Mir träumte: Traurig schaute der Mond,

Und traurig schienen die Sterne;

Es trug mich zur Stadt, wo Liebchen wohnt,

Viel hundert Meilen ferne.

 

Es hat mich zu ihrem Hause geführt,

Ich küßte die Steine der Treppe,

Die oft ihr kleiner Fuß berührt

Und ihres Kleides Schleppe.

 

Die Nacht war lang, die Nacht war kalt,

Es waren so kalt die Steine;

Es lugt' aus dem Fenster die blasse Gestalt,

Beleuchtet vom Mondenscheine.


 © textlog.de 2004 • 14.12.2017 05:34:24 •
Seite zuletzt aktualisiert: 17.08.2005 
Abuse Trap
  Home  Impressum  Copyright