Der Zahnfleischkranke


Was geht mich der Frühling, was geht mich dein dummes

Gesicht,

Dein Leben an. Aber nur weine nicht.

Geh, Mädchen! Geh! Geh!

Mir tun meine Zähne,

Deine Knietschträne tut noch mehr weh.

 

Eine entzündete Wurzelhaut

Kennt keine Braut,

Noch Kunst noch Konstabler.

 

Wer mir jetzt eins in die Fresse haut,

Oder ein Kinnladenschuß

Wären immerhin diskutabler.

Sterben jetzt, wäre Genuß.

 

Siehst du den gelben Schaum?

Das Fleisch ist ganz weich.

 

Selbst wenn ich schliefe,

Blähen versäumte Präservative

Sich Luftschiffen gleich

In meinen Traum.

 

Stochern muß ich; gib eine Gabel!

Was sagst du? Halt deine — Schnabel!!


 © textlog.de 2004 • 14.12.2017 16:10:39 •
Seite zuletzt aktualisiert: 07.08.2005 
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