Es winkt zu Fühlung


Es winkt zu Fühlung fast aus allen Dingen,

aus jeder Wendung weht es her: Gedenk!

Ein Tag, an dem wir fremd vorübergingen,

entschließt im künftigen sich zum Geschenk.

 

Wer rechnet unseren Ertrag? Wer trennt

uns von den alten, den vergangnen Jahren?

Was haben wir seit Anbeginn erfahren,

als daß sich eins im anderen erkennt?

 

Als daß an uns Gleichgültiges erwärmt?

O Haus, o Wiesenhang, o Abendlicht,

auf einmal bringst du's beinah zum Gesicht

und stehst an uns, umarmend und umarmt.

 

Durch alle Wesen reicht der eine Raum:

Weltinnenraum. Die Vögel fliegen still

durch uns hindurch. O, der ich wachsen will,

ich seh hinaus, und in mir wächst der Baum.

 

Ich sorge mich, und in mir steht das Haus.

Ich hüte mich, und in mir ist die Hut.

Geliebter, der ich wurde: an mir ruht

der schönen Schöpfung Bild und weint sich aus.


 © textlog.de 2004 • 16.12.2017 13:48:12 •
Seite zuletzt aktualisiert: 05.08.2005 
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