Manchen ist sie wie Wein


Manchen ist sie wie Wein, der das Glänzen des Glases

herrlich hinzunimmt in sein innres Geleucht,

andere atmen sie ein wie die Blüte des Grases,

oder sie schwindet vor ihnen, verfolgt und verscheucht.

 

Vielen erneut sie das heimliche Hören und steigert

jeden Anklang an sie der geklärten Natur.

Schmähe sie keiner, dem sie sich scheinbar verweigert,

der nur den Raum ihrer Wohnung erfuhr;

 

ja nur das Tor, den Bogen, den plötzlich bekränzten,

ja nur den Weg, von dessen Biegung es heißt,

daß sie die letzte sei vor dem immerbeglänzten

Haus, wo die Herzen, getränkt und gespeist,

 

stark sind und sicher. Wo sie das sind, was sie meinten,

wenn sie verlangten nach Tag und Ertrag

und aus langen, verlorenen oder verweinten

Nächten aufschlugen mit schrecklichem Schlag.

 

Denn auch jene, nichts als sich Sehnenden leisten,

nur unscheinbar verteilter, den ganzen Bezug;

ihre stark glänzenden Herzen umkreisten

Welten aus Nacht in vollendetem Bug.


 © textlog.de 2004 • 17.10.2017 00:16:10 •
Seite zuletzt aktualisiert: 05.08.2005 
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