Vegetation des Glücks


591.

Vegetation des Glücks. — Dicht neben dem Wehe der Welt, und oft auf seinem vulcanischen Boden, hat der Mensch seine kleinen Gärten des Glücks angelegt; ob man das Leben mit dem Blicke Dessen betrachtet, der vom Dasein Erkenntnis allein will, oder Dessen, der sich ergibt und resigniert, oder Dessen, der an der überwundenen Schwierigkeit sich freut, — überall wird er etwas Glück neben dem Unheil aufgesprosst finden — und zwar um so mehr Glück, je vulcanischer der Boden war nur wäre es lächerlich, zu sagen, dass mit diesem Glück das Leiden selbst gerechtfertigt sei.


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Seite zuletzt aktualisiert: 20.07.2005 
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