An Mauern hin


IM DUNKEL 1. Fassung

 

Nimmer das goldene Antlitz des Frühlings;

Dunkles Lachen im Haselgebüsch. Abendspaziergang im Wald

Und der inbrünstige Schrei der Amsel.

Taglang rauscht in der Seele des Fremdlings das glühende Grün.

 

Metallne Minute: Mittag, Verzweiflung des Sommers;

Die Schatten der Buchen und das gelbliche Korn.

Taufe in keuschen Wassern. O der purpurne Mensch.

Ihm aber gleichen Wald, Weiher und weißes Wild.

 

Kreuz und Kirche im Dorf. In dunklem Gespräch

Erkannten sich Mann und Weib

Und an kahler Mauer wandelt mit seinen Gestirnen der Einsame<.>

 

Leise über den mondbeglänzten Weg des Walds

Sank die Wildnis vergessener Jagden.

Blick der Bläue aus verfallenen Felsen bricht.


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Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
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