Dezember


AM MOOR 1. Fassung

 

Der Mantel im schwarzen Wind; leise flüstert das dürre Rohr

In der Stille des Moors. Am grauen Himmel

Folgt ein Zug von wilden Vögeln -

Quere über finsteren Wassern.

 

Durch kahle Birken gleiten die knöchernen Hände.

Knickt der Schritt in braunes Gehölz

Wo zu sterben ein einsames Tier wohnt.

 

Alte Weiblein kreuzten den Weg

Ins Dorf. Spinnen fielen aus ihren Augen

Und roter Schnee. Krähen und langes Glockengeläut

 

Geleitet den schwarzen Pfad, Endymions Lächeln

Und mondener Schlummer

Und die metallene Stirne tastet frierend durchs Haselgebüsch

 

Laß in der Schenke den Abend erwarten

Wohnen in purpurner Höhle des Weins,

Von der Tapete lautlos des Trunkenen Schatten sinkt.

 

Stundenlang fäl<l>t härener Schnee ans Fenster

Jagt den Himmel mit schwarzen Flaggen und zerbrochenen Masten die

Nacht.


 © textlog.de 2004 • 17.10.2017 19:05:48 •
Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
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