Melancholia


MELANCHOLIE 1. Fassung

 

Bläuliche Schatten. O ihr dunklen Augen

Die lang mich anschaun im Vorübergleiten.

Guitarrenklänge sanft den Herbst begleiten

Im Garten aufgelöst in braunen Laugen.

Des Todes ernste Düsternis bereiten

Nymphische Hände, an Purpurbrüsten saugen

Verfallne Lippen und in braunen Laugen

Des Sonnenjünglings feuchte Locken gleiten.

 

Ein Stoppelfeld. Ein schwarzer Wind gewittert.

Aufblühn der Traurigkeit Violenfarben,

Gedankenkreis, der trüb das Hirn umwittert.

An Zäunen lehnen Astern, die verstarben

Und Sonnenblumen schwärzlich und verwittert;

Da schweigt die Seele grauenvoll erschüttert

Entlang an Zimmern, leer und dunkelfarben.


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Seite zuletzt aktualisiert: 11.07.2005 
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