Sommer


Sommer. In Sonnenblumen gelb klapperte morsches Gebein,

Sank zu jungen Mönchen der Abend des verfallenen Gartens hinab

Duft und Schwermut des alten Hollunders,

Da aus Sebastians Schatten die verstorbene Schwester trat,

Purpurn des Schlafenden Mund zerbrach.

Und die Silberstimme des Engels

 

Spielende Knaben am Hügel. O wie leise die Zeit,

Des Septembers und jener, da er in schwarzem Kahn

Am Sternenweiher vorbeizog, am dürren Rohr.

In wilder Vögel Flug und Schrei.

 

Ferne ging in Schatten und Stille des Herbstes

Ein Haupt,

Stieg der Schatten des Schläfer(s) verfallene Stufen hinab.

 

 

Ferne saß die Mutter im Schatten des Herbstes

Ein weißes Haupt. Über verfallene Stufen

Stieg im Garten der dunkle Schläfer hinab.

Klage der Drossel.

 

O die härene Stadt; Stern und rosig Erwachen.

 

 

Ferne ging im braunen Schatten des Herbstes

Der weiße Schläfer.

Über verfallenen Stufen glänzte ein Mond sein Herz,

Klangen leise ihm blaue Blumen nach,

Leise ein Stern.

 

Oder wenn er ein sanfter Novize

Abends in Sankt Ursulas dämmernde Kirche trat,

Eine silberne Blume sein Antlitz barg in Locken

Und in Schauern ihn der blaue Mantel des Vaters umfing

Die dunkle Kühle der Mutter

 

 

Oder wenn er ein sanfter Novize

Abends in Sankt Ursulas dämmernde Kirche trat,

Eine silberne Stimme <?> das Antlitz barg in härenen Locken,

 

Und in Schauern ihn die


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